Spaziergang in Schleswig am 1. Februar 2014 

Neue Wege beschreiten …


Traumhaft schönes Wetter, blauer Himmel, angenehme 20 Grad, eine leichte Brise aus Südwest … schön geträumt. AUFWACHEN !!

Wir haben Februar und gleich zum ersten Tag des Monats haben Vera, Peter und Boots aus Schleswig eingeladen, gemeinsam den ersten Kromi-Spaziergang des Jahres zu unternehmen. Sozusagen als Antwort auf die Fragen: „Wo könnte man denn mal schön spazieren gehen?“ „Vielleicht anschließend noch zusammen sitzen?“

Doch langsam. Vor dem Zusammensein kommt der Spaziergang und davor die Anreise. Für alle die aus der Ecke Kiel kamen sicher etwas kürzer, für die anderen etwas weiter. Wir, die wir aus Hamburg kamen, eine Fahrt von ca. einer Stunde. Leider hat das mit dem Wettertraum nicht ganz geklappt. Kurz hinter Hamburg fing es an zu regnen und es sollte erst viel später damit aufhören. Treffpunkt war eine Kreuzung nahe der Gemeinde Dannewerk, genauer die Kreuzung Ochsenweg/K 39. Hätte Peter nicht wie ein Fels in der Brandung, dem Regen trotzend, an der Straße gestanden und unermüdlich die Suchenden eingewiesen … die Suche hätte wahrscheinlich etwas länger gedauert. Aber so ist es, wenn man neue Wege beschreitet und umso größer war die Freude sowohl bei uns, als auch bei den Fellnasen, sich zum ersten Spaziergang 2014 zu treffen.

Alle Regenschirme aufgespannt, alle Regenjacken dicht, alle Hunde fit und voller Tatendrang? Dann konnte es ja endlich losgehen. Schöne Knicks zum Durchforsten, freie Flächen zum Toben, dazu das eine oder andere unvorsichtige Kaninchen (Kromis haben ja bekanntlich keinen Jagdtrieb, die laufen ja nur dem ersten Kromi hinterher, der eigentlich etwas ängstlich ist und immer nach hinten ruft: „Warum muss ich immer vorne laufen …“). Interessant wurde es, als wir dann parallel zum Fliegerhorst Jagel auf geschichtsträchtigem Boden liefen. Auf der einen Seite des Weges, hinter einem Zaun gelegen, das militärische Sicherheitsgebiet mit seinen Flugzeugbunkern und Start- und Landebahnen, auf der anderen Seite der „Kograben“, eine Verteidigungsanlage, die wahrscheinlich um das Jahr 800 entstand und aus einem Wall und dem dazugehörigen Graben besteht. Neu und Alt direkt nebeneinander. Gelaufene Geschichte. Und wer wollte, wurde gerne von Peter über das eine oder andere Detail der Anlage informiert. Nicht nur Laufen, sonder auch Lernen … ich sag’s ja: „Neue Wege …“ Ideal jedenfalls für unsere vierbeinigen Freunde. Deren wilde Jagd ging ununterbrochen den Wall hoch und runter und dann wieder ab durch den Graben, der zum Glück kein Wasser führte. Zeit und Möglichkeit auch für die interessierten Gäste (immerhin nahmen drei Paare/Familien ohne eigenen Vierbeiner am Spaziergang teil), sich die Fellnasen mal in Aktion und aus der Nähe anzusehen. Zeit aber auch für die restlichen Zweibeiner – waren doch 19 Erwachsene und drei Kinder dabei – sich kennen zu lernen oder die eine oder andere Anekdote auszutauschen.

Zeit zum Plaudern, zum Aufwärmen und gemütlichen Zusammensein gab es dann auch im Anschluss. Eine kurze Autofahrt entfernt wurden wir im „Historischen Gasthof Rothenburg“ willkommen geheißen und hatten einen kompletten Saal für uns allein. Viel Raum für uns und für die Hunde. Es waren übrigens alle 13 Hunde inklusive ihrer Zweibeiner dabei und es wundert mich immer wieder, dass es ohne Reibereien, ohne Gekläffe oder Zickigkeiten abläuft. Sicher gibt es den einen oder anderen „Knurrer“, auch mal „ein lautes Wort“. Aber alle benahmen sich hervorragend. Ein ganz dickes Lob an alle Hunde und an deren Besitzer. Nur so ist zu verstehen, dass alle 13 Hunde sich zu einem Gruppenbild auf der kleinen Bühne des Raumes, nebeneinander in Reih und Glied ablichten ließen.

Alles in Allem ein sehr gelungener Spaziergang der, bei besseren Wetterbedingungen, auch durchaus länger sein kann. Das Gelände jedenfalls ist bestens dazu geeignet. Ein ganz dickes Dankeschön geht natürlich auch an Vera und Peter, die es uns ermöglicht haben, einen so tollen Tag zu verbringen. Und mit dem Wetter, das klären wir dann beim nächsten Mal …

Ronald, Monika + Cooper

 

©Britta Bessey 2015