Zuchtstätte von den Rotenbeker Vierpfötern

Natürlich kann man ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht.

Heinz Rühmann

Onkel Lou

15. Mai 1990 – 15. Januar 2025

33 gemeinsame Jahre – Du fehlst so sehr mein Pferdchen!

Onkel Lou kam 1992 knapp 2 jährig in mein Leben. Ich habe ihn selbst ausgebildet mit viel Bodenarbeit und Spaziergängen und später eingeritten in der Westernreitweise. Westernreiten war damals noch nicht weit verbreitet und wir beide wurden oft komisch angeschaut.

Wir waren ein super Team;O)

Lou war ein absoluter Schatz, er hatte ein ganz großes Herz, ich konnte mich immer auf ihn verlasssen. Gut, er hatte Angst vor Fußbällen, da er mal einen an den Kopf bekommen hat auf einem Kinderfest und Regenschirme fand er sehr gruselig. Aber er hatte absolutes Vertrauen zu mir und hat auch diese Momente mit mir durchlebt. Immer darauf bedacht, das mir nichts passiert. Bin ich ohne Sattel geritten und er merkte, das ich ins rutschen kam, hat er sofort das Tempo rausgenommen.

Er liebte es mit den Hunden unterwegs zu sein und Billy hat oft auf seiner Kruppe gesessen und ist mitgeritten. All meine Hunde hatten Freude an den gemeinsamen Ausflügen. Er hatte Billy, Jule, Adele, Brixi und Juljetta an seiner Seite.

Wir hatten wunderschöne gemeinsame Ausritte, haben an Kursen teilgenommen, Ausflüge gemacht. Einmal waren wir an der Nordsee und sind auf die Insel Neuwerk geritten. Wir waren zu spät losgeritten und die Flut kam. Überall war nur Wasser zu sehen, mich überkam ein mulmiges Gefühl. Wir ritten gen Strand, er schwamm mit mir durch die Priele und galoppierte durchs Wasser. Er war mein Held, er hat uns sicher an den Strand gebracht.

Lou hatte auch Reitbeteiligungen und im Alter seine Groupies, junge Mädels die auf ihm reiten lernten. Für alle war er ein umsichtiger Freund.

Wir hatten großes Glück, denn wir wohnen auf dem Hof auf dem Lou seine Unterkunft hatte. Unser Garten grenzt an die Weide und so konnte er sich bei uns immer mal ein Möhrchen abholen.

Er liebte es mit Menschen Zeit zu verbringen.
Hörte er mein Auto oder die Hunde, kam er sofort von der Weide, im galopp, fröhlich wiehernd, immer bereit für gemeinsame Abenteuer.

Selbst mit knapp 35 Jahren hörte er mich rufen und kam sofort, meist nicht mehr im Galopp, aber im Trab. Fröhlich wiehernd und grummelnd als wollte er sagen: „Ich habe dich gehört meine Liebe, ich komme ;O)“

Er war noch topfit und sah super aus. Niemand hätte ihn für so alt gehalten und er hätte noch einige Jahre an meiner Seite bleiben können. Und dann bekam er eine Kolik. Niemals hätte ich gedacht, das es unser letzter Tag sein wird. Wir haben gekämpft und diesen Kampf verloren.

Ich musste Dich, meinen wundervollen treuen Freund nach 33 gemeinsamen Jahren gehen lassen.

Ich danke Dir für diese wunderschöne Zeit!

Du fehlst mir so sehr, mein kleines, liebes Pony!