15. Januar 2013 – 14. August 2016
Ernie von den Rotenbeker Vierpfötern musste über die Regenbogenbrücke gehen. Sein Herz hatte keine Kraft mehr und so entschied seine Familie für ihn.
Dreizehneinhalb Jahre ist der Schatz geworden, er war ein treuer und lustiger Begleiter, der jetzt schmerzlich vermisst wird.
Ich wünsche Juliane, Dietmar, Malina und Jascha viel Kraft in der kommenden Zeit.
Nachruf für Ernie
Am 14.08.2026 mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem geliebten Familienhund Ernie nehmen. Sein kleines, krankes Herz machte ihm mehr und mehr Probleme und raubte ihm zusehends die Kraft und Lebensfreude.
Voller Dankbarkeit erinnern wir uns an 13,5 wunderschöne Jahre mit unserem süssen Schatz.
Das Warten und die Aufregung rund um seine Geburt am 16.01.2013 sind bei uns allen noch sehr präsent. Auch an unseren ersten Besuch bei Dir, liebe Britta, um die Welpen kennen zu lernen, denken wir noch gerne zurück. Ein Lächeln geht über das Gesicht von unseren Kindern, wenn sie über die quirligen Welpen berichten, die damals um sie und an ihnen herumturnten.
So war es dann natürlich eine riesengroße Freude, als Britta uns mit Mama Jule zusammen, unseren Ernie nach Hause brachte.
Vom ersten Tag an hat Ernie alle Herzen im Sturm erobert. Und nicht nur unsere, sondern auch die der Nachbarn, Freunde und Bekannten. Seine freundlich zugewandte und doch kromitypische Zurückhaltung wurde von vielen Menschen sehr gemocht.
Ernie war sehr wissbegierig und wurde nicht müde Tricks zu lernen und vorzuzeigen um ein Leckerli abzustauben. Als er noch sehr jung war, nahmen wir mit ihm an einem Schnüffelkurs teil, der uns zeigte, dass er auch großen Spaß daran hat, auf die Suche zu gehen, um Dinge zu finden. Ab dem Moment war es ein sehr beliebtes Familienspiel für ihn ( und uns ), Gegenstände im Garten zu suchen, die wir versteckt hatten. Das Warten auf das Kommando „Such“ konnte er dabei vor Aufregung kaum aushalten.
Ernie liebte es auch sehr Gegenstände zu bringen. Hierbei merkte er sich dutzend Vokabeln. So brachte er Socken, Bälle, Spielzeug, Brillen, Taschentücher, sein Halsband, die Tupperdose mit Gassi – Leckerli´s und vieles mehr. Und wenn er Lust auf ein Spielchen hatte, klaute er diese Dinge auch eigenmächtig und schleuderte damit auffordernd vor unseren Augen herum, bis er endlich das gewünschte Kommando „bring“ hörte und uns den Gegenstand in die Hand legen durfte. Nach erfolgreicher Mission sauste er anschliessend zu „seiner“ Schublade für eine angemessene Belohnung – was für ein Schlingel. Das ging manchmal so weit, dass er einem sogar die Brille von der Nase klaute um sie dann mit schlauem Blick zurückzubringen…immer ein Auge in Richtung Naschi – Schublade. Keiner von uns konnte seinen braunen Augen und vor allem seinem schelmischen Blick widerstehen.
Für uns war Ernie ein treuer Begleiter, ein Freund, ein Familienmitglied und ein besonderer Teil unseres Lebens. Feinfühlig nahm er alle Stimmungen innerhalb der Familie auf und begleitete uns und die Kinder mit seiner bedingungslosen Liebe in allen Lebenslagen. Er freute sich mit uns, wenn es etwas zu freuen gab und wich nicht von der Seite wenn einer krank war oder Tränen getrocknet werden mussten. Unsere Kinder bezeichneten ihn als kleinen „Fellbruder“ und wurden an seiner Seite groß.
In jungen Jahren fuhr Ernie leider nicht so gerne mit dem Auto, ihm wurde immer übel. Alles hatten wir ausprobiert, bis wir uns zufälligerweise vor ein paar Jahren einen VW Bully anschafften. Die Fahrten mit dem Bully liebte er plötzlich – warum auch immer – und wollte ab sofort immer mit. Ab dem Moment konnte er uns nun – hinten angeschnallt in seinem Körbchen liegend – überall hin begleiten. Wir erinnern uns an viele schöne Ausflüge an die Elbe und Ostsee und an zahlreiche, spannende Urlaubsreisen. Ernie erkundete mit uns hierbei immer sehr neugierig die Umgebung und genoß das gemeinsame Abenteuer. Schließlich vergrösserten wir uns noch einmal und aus dem Bully wurde ein Wohnmobil. Auch damit haben wir einige schöne Reisen unternommen, unser Ernie war dabei immer an unserer Seite.
Er genoß es besonders in seinem Körbchen oder auf der Decke vor dem Wohnmobil zu liegen und die Umgebung und das Treiben auf dem Campingplatz zu beobachten. Dabei verzauberte er die vorbeikommenden Leute mit seinem lustigen Schlaumeier-Blick und unterstrich dies mit seiner aufrechten Haltung und den überkreuzten Vorderbeinen. Dieses Erbe wurde ihm von seiner Mama Jule mitgegeben und hat uns oft zum Lachen gebracht. Häufig wurden wir auf ihn angesprochen und viele Leute schmunzelten einfach im Vorbeigehen.
Wir haben viel mit Ernie und über ihn gelacht, manchmal hatten wir dabei das Gefühl er grinst zurück. Regen mochte er nicht so besonders und deshalb ging er am liebsten um jede Pfütze herum. Auch über unseren nassen Rasen im Garten machte er oft einen großen Bogen. Konnte er es mal nicht vermeiden über eine feuchte Wiese laufen zu müssen, sah es aus als ob er auf Zehenspitzen geht. Das sorgte bei uns immer für Lacher. Er hatte eine durchaus wehleidige Seite, denn wenn ein kleines Blättchen oder Stöckchen an seinen Beinhaaren hing, musste er theatralisch humpeln, bis wir es entfernten. Darüber haben wir uns oft amüsiert. Seine süsse, weiße Schwanzspitze, die man sogar im Dunkeln leuchten sah, nannten wir scherzhaft „Laterne“.
Wir könnten noch seitenweise über unseren Schatz schreiben und sind glücklich über so viele wunderbare, gemeinsame Jahre, die wir mit ihm verbringen durften. Ne´ Menge Jahre voller zahlreicher Erinnerungen, die uns keiner nehmen kann. Dennoch sind wir sehr traurig unsere Fellnase verloren zu haben. Wir vermissen seine treuen, braunen Augen, seinen besonderen Geruch am Kopf, sein wuscheliges Fell, sein Grummeln, wenn ihm etwas nicht passte, seinen Schalk, sein überschwängliches Begrüssen mit Sprung bis zur Nase ( wir haben es nie geschafft es ihm abzugewöhnen…) und all die Gewohnheiten, die ihn für uns so einzigartig gemacht haben. Der Verlust reisst ein großes Loch in die Familie, was wir Vier jeden Tag schmerzlich spüren. Tröstlich für uns ist nur, dass er jetzt nicht mehr leiden muss und wir uns sicher sind, dass er sich bei uns in der Familie wohl gefühlt hat und immer geliebt fühlen konnte. Sein Platz in unserem Zuhause und in unseren Herzen bleibt für immer bestehen.
Run free, kleiner Ernie bis wir uns wiedersehen.
Juliane und Dietmar mit Mailina und Jascha




























